Freitag, 1. Mai 2015

Grundsatzdiskussion: Schwarze und weiße Magie?

Da mir die Diskussion in vielen Gruppen auf Facebook immer wieder begegnet und es ja mittlerweile zum guten Ton gehört seinen Senf dazu zu geben. Und daher möchte auch ich euch an meiner Ansicht von weißer und schwarzer Magie teilhaben und euch gleichzeitig erzählen, wie ich zum Gesetz der Drei stehe. Natürlich gibt es dazu noch einmal eine kurze Erklärung für jene, die noch nie davon gehört haben.
Also – habt Spaß!


Welche Arten von Magie gibt es?

Klassisch wird Magie in zweierlei Arten unterschieden – weiße und schwarze Magie. Alternativ auch gute und schadhafte Magie. Daneben gibt es aber auch noch einen Begriff, den man sehr selten hört. Die graue Magie. Dabei ist meist die Rede von „Grauzonen“. Diese umfassen Zauber, die von Hexen – die dem schwarz – weiß – Schema angehören – als nicht ganz eindeutig gut oder schlecht angesehen werden können. Welche Zauber darunter gezählt werden, verhält sich meist von Hexe zu Hexe verschieden.

Wieso unterscheiden wir die verschiedenen Arten von Magie?

Hexen und Menschen unterscheiden verschiedene Formen der Magie um innerhalb der Gemeinschaft ein paar „Regeln“ - eigentlich mehr Gesetzmäßigkeiten oder Empfehlungen – durchzusetzen. Wenn man einer jungen Hexe sagt, dass es ein dunkler Zauber ist, dann hat man ihr damit ganz deutlich erklärt, dass dieser Zauber von ihr nicht angewendet werden darf. Man hat also bei der Unterscheidung gleichzeitig eine Warnung eingebaut, wie auch eine sofortige erklärende Abschreckung für Charaktere, die sich dabei noch nicht so auskennen.

Was besagt das „Gesetz der Drei“?

Das Gesetz der Drei ist eigentlich kein Gesetz. Eher ist es eine Anleitung im Glauben der Wicca, derer sich auch viele andere Hexen zugehörig fühlen. Und zwar besagt jenes „Gesetz“, dass man nichts tun soll ohne dabei zu bedenken, dass es dreifach auf einen zurückfällt.
Es ist also die Gesetzmäßigkeit des Karmas neu erfunden. Wenn du etwas Schlechtes tust, dann fällt es dreifach auf dich zurück. Gleichwohl aber kommt auch alles Gute, was du getan hast, dreifach zu dir zurück. Damit diese Gesetzmäßigkeit greifen kann, braucht man natürlich eine Unterteilung der Magie, damit man sagen kann, was Gut oder Schlecht ist.

Meine Meinung:

Meine Meinung zu dem Thema ist relativ klar. Es gibt keine schwarze oder weiße Magie, sondern der Zweck macht die Mittel. Nehmen wir dafür mal das so viel beliebte Thema Liebeszauber. Die meisten Hexen haben anerkannt, dass er sich in einer Grauzone bewegt. Wenn du einen Zauber anwendest, damit sich jemand in dich verliebt, der sich aber eigentlich in einer festen und wohlmöglich glücklichen Beziehung befindet – dann ist er in meinen Augen schwarze (also schadhafte) Magie.
Wenn du einen Liebeszauber anwendest, damit du den Mut bekommst jemanden anzusprechen oder damit dieser Jemand endlich mal auf dich aufmerksam wird – dann ist es in meinen Augen weiße Magie.
Und ebenso verhält es sich mit jedem Zauber.

Schwierig wird es erst, wenn wir das Thema Flüche schrammen und dabei ganz besonders jene Flüche, die darauf ausgelegt sind, anderen zu schaden. Der Notwehrparagraph in Deutschland besagt, dass man sich mit jedem Mittel wehren darf, dass einem zur Verfügung steht – solange, bis der Angreifer keine Gefahr mehr darstellt. Das gilt sowohl für Gefahren für das eigene Leben, wie auch für das Leben anderer.
Unter diesem Aspekt könnte man sagen, dass ein Fluch auch nur eine Art Notwehr sein kann.

Allerdings bleibe dann wieder die Frage im Raum – welche Notwehr ist welchem Verbrechen gegenüber angemessen? Ist es angemessen, einem Rowdie mit einem Fluch für einen gebrochenen Arm zu belegen? Oder ist es angemessen, einen Stalker einen Fluch auf den Hals zu hetzen, damit ihn ein Auto überfährt?
Ich denke, besser als jemanden einen Fluch auf den Hals zu hetzen – egal was er euch getan haben mag – ist einen Zauber anzuwenden um Gerechtigkeit zu erwirken. Alles andere wäre in meinen Augen die falsche Art Magie einzusetzen.

An das Gesetz der Drei glaube ich eher bedingt. Ich vertraue eher dem „Man – trifft – sich – immer – zweimal – im – Leben“ - Gesetz. Man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass einem früher oder später die Menschen, die man eins kannte, wieder begegnen. Und dann wird sich zeigen, wie man sie behandelt hat. Denn vermutlich, werden sie sich auch an dich erinnern und dich entsprechend behandeln. Natürlich ist diese Gesetzmäßigkeit leider nicht immer zutreffend und so kann es sein, dass Menschen, die ihr ganzes Leben nur schlechte Dinge getan haben, damit absolut perfekt fahren – doch ein wenig Hoffnung und Glauben braucht doch jeder im Leben, oder nicht?
Tja. Und damit habt ihr meine Meinung. Aber am Ende bildet ihr euch sicher eure eigene Meinung und vielleicht hilft meine da ein wenig weiter. Nur soviel sei euch geraten – Eifersucht, Wut, Trauer und Hass sind denkbar schlechte Berater.

Doch erzählt mal selbst. Wie haltet ihr es? Glaubt ihr an weiße und schwarze Magie? Welche Zauber würdet ihr niemals ausführen und habt ihr schon mal jemanden "Schaden angehext"? Freue mich auf eure Meinung: Wie immer in den Kommentaren! 

In diesem Sinne:
Viel Spaß bei der Suche nach eurer Meinung.



Eure Ardijana

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