Freitag, 3. Juli 2015

Round about: Tarot und Kipper

"Ähnlich wie unsere Träume oder kontemplativen Bewusstseinzustände uns psychologische und spirituelle Informationen offenbaren, dient das Tarot als äußerer Spiegel externer und interner Seelenzustände."
(Angeles Arrien; Handbuch zum Crowley Tarot)

Wer kennt es nicht?
Spätestens seit Astro - TV ist das Legen von Karten jedem ein Begriff - und das leider meist nicht positiv. Für die Menschen außerhalb des magischen Betätigungsfeldes sind Kartenleger oft Scharlatane und wollen nur Geld. Dabei ist es praktisch jedem möglich Karten zu legen und darin Antwort auf alle möglichen Fragen zu finden. 
Hier also ein kurzer Exkurs über die schönen bunten Spielkarten....


Tja.
Das Tarot begleitet mich persönlich schon seit jungen Jahren; meine Mutter schenkte mir in einer Phase höchster Magiebegeisterung das Crowley - Tarot und ich kam von Anfang an erstaunlich gut damit zurecht. Mittlerweile besitze ich schon 4 Decks - kann aber nur mit Zweien davon wirklich arbeiten. Das richtige Kartendeck für sich zu finden, ist eben eine Gefühlssache - und bei der großen Auswahl, wird garantiert jeder fündig.

Beim Aufbau ähneln sich allerdings die meisten "klassischen" Tarotdecks:
(c) Pixabay
Ein Tarotdeck besteht (meistens) aus den 22 Trumpfkarten (das große Arkana) und den 56 Bildkarten (das kleine Arkana). Unter den Karten findet man auch die 16 Hofkarten; gemeint sind die Königin, der König, der Prinz und die Prinzessin (bzw. in anderen Tarotdecks andere Bezeichnungen). Sie sind unter den Bildkarten zu finden und können stellvertretend für Personen in den Legungen stehen.

Die bekanntesten Decks (meiner Erfahrung nach) sind das Crowley Tarot Deck und das Rider - Waite - Deck. 

Antworten durch die Karten bekommt der Suchende durch das Legen der Karte in bestimmte Muster, die mehr oder weniger aufwendig sind. Es gibt sehr einfache Legesysteme wie zb. das kleine Kreuz(http://www.feuerfunke.de/_htm/tut/lhtm/ls_kreuz.htm) oder komplexere System wie zb. die Tür(http://www.feuerfunke.de/_htm/tut/lhtm/ls_tuer.htm)

Eine sehr schnelle und schöne Methode (und von mir sehr sehr häufig benutze Methode - weil ich manchmal doch sehr faul bin) ist das ziehen der sogenannten Tageskarte. Man zieht also eine Karte (entweder am Abend oder am Morgen) um zu sehen was einem der kommende Tag bringen wird. 
(c) Chris Gladis

Ich war eine zeitlang in einigen Foren aktiv und bin dabei auf die unterschiedlichsten Probleme gestoßen. Wie mische ich dir Karten richtig? Wie ziehe ich sie richtig? Was tun, wenn eine Karte auf dem Kopf liegt? und ähnliches.
Die nachfolgenden Ansichten beruhen auf meiner! persönlichen Einstellung zu diesen Themen. Jeder darf es gerne anders handhaben, wenn es so für ihn funktioniert.

Mischen: Ich mische meine Karten in den Händen, wie man Spielkarten mischen würde. Früher fand ich es sehr schwer das zu tun und mischte die Karten auf dem Tisch wie ein Memoriespiel. Wenn ich für fremde Leute lege, dann lasse ich sie am liebsten selber mische, da ich der Meinung bin, dass die Karten die Energie des Menschen und seiner Frage so am Besten aufnehmen können.

Legen/ziehen: Hat man die Karten wie ein Memoriespiel gemischt, kann man nun entweder ganz direkt aus dem Haufen die richtige Kartenanzahl ziehen oder man fasst sie zum Fächer. Es gibt auch die Methode die Karten wieder zum Stapel zu fassen und dann die ersten Karten für die Legung zu benutzen.
Ich vertraue beim Legen ganz genau auf mein Gefühl. Die richtigen Karten fühlen sich auch einfach "richtig" an. 

auf dem Kopf stehend: Wie man bei einer Legung mit einer Karte verfährt, die auf dem Kopf, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Es gibt Deuter, die dann die Bedeutung der Karte umdrehen (zb. die Liebenden würden dann nicht für ein gutes Bündnis sondern für Trennung stehen); welche, die die Karte dann aus der Legung nehmen und erneut ziehen oder Leute wie mich, die die Karte einfach umdrehen und sie dann normal deuten. 

(c) Carmen1112

Eine weitere, mir bekannte, sehr schöne Form der "Wahrsagerkarten" sind die Kipperkarten. Man nennt sie auch liebevoll "Zigeunerkarten", da sie angeblich den alten Karten der Zigeuner nachempfunden wurden. Inwiefern das stimmt, weiß ich nicht und kann ich auch nicht sagen, aber mir gefällt die wunderschöne Darstellung der Karten.

Die Kipperkarten sollen auch für Anfänger sehr einfach zu deuten sein. Sie stellen bildhaft da, was sie bedeuten sollen und tragen eine treffende Beschriftung. Mit den Kipperkarten kann man besonders über emotionale oder personenbezogene Sachverhalte Auskünfte erhalten. Sie würden sich zum Beispiel eignen um zu erfragen, ob man in nächster Zeit seinen Urlaub antreten sollte oder ob sich im Umfeld eine neue Liebesgeschichte anbahnt.

Wahrscheinlicher ist, dass die Karten von der Wahrsagerin Susanne Kipper gemalt wurden. 1890 tauchten sie zum ersten Mal auf als Beilage zu dem Buch Karten der Wahrsagerin Frau Kipper

Hildegard Leiding hat die Karten neu aufgelegt und ihnen einen moderner Anstrich verliehen. So sind auf den Bildern zum Beispiel keine Kutschen mehr zu sehen, sondern Autos. Mir persönlich ist diese Fassung viel zu modern, doch wer es nicht so altmodisch mag, wird mit dem Modell von Frau Leiding sehr zufrieden sind. Sie stehen in ihrer Deutungsweise und Verständlichkeit den alten Karten in nichts nach.

So.
Und zu guter Letzt' möchte ich mich noch persönlich für Fernlegungen anbieten. Wenn ihr mal eine Frage habt und ein bisschen "mystischen" Beistand wünscht, dann meldet euch doch auf meine E - Mail - Adresse und ich sehe, was ich für euch tun kann. *lächel*

Eure Tageskarte könnt ihr sonst auch hier ziehen lassen (immerhin gehen auch Hexen mit der Zeit!): http://www.lenormand-wahrsagekarten.de/tageskarten.php

Und bevor ich es vergesse!
Legt ihr eigentlich Karten? Seit wann und mit welchem Deck habt ihr euch ganz besonders angefreundet? Freue mich auf eure Antworten! Wie immer - in den Kommentaren! =)

Bis dann, 
Eure Ardijana 

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