Donnerstag, 1. September 2016

Totenkommunikation: Womit, Wie und Welche Gefahren gibt es?

(c) Gabriel Molina

"...Die Toten sind ja fortwährend da. Sie sind sich bewegend, sich verhaltend in einer übersinnlichen Welt da. Wir sind nicht von ihnen getrennt durch unsere Realität, wir sind von ihnen nur getrennt durch den Bewusstseinszustand. 
Wir sind nicht anders von den Toten getrennt, als wir im Schlafe getrennt sind von den Dingen um uns herum: Wir schlafen in einem Raume, und wir sehen nicht Stühle und vielleicht anderes nicht, das in dem Raume ist, trotzdem es da ist..."
(Rudolf Steiner - Vortrag; Berlin 05.02.1918)

Das wohl bekannteste magische Fest steht bevor und natürlich freue ich mich mal wieder drauf. Bin ja ein ausgemachter Halloweenfan. Auch wenn es hier leider nicht so gefeiert wird - würde gerne rumziehen und Süßigkeiten sammeln...ja, ja.
Doch kommen wir zurück zum Thema, denn wie jedes Jahr ist Halloween eine tolle Zeit um mit der anderen Welt in Kontakt zu treten und zb. weißzusagen. Leider wagen sich an den Kontakt mit Geistern oder anderen Wesenheiten nicht nur erfahrene Leute, die wissen, was sie tun, sondern auch immer wieder halb betrunkene Partygäste. Deswegen möchte ich diesen Beitrag dem Thema Geisterkommunikation widmen - dann kann am Ende wenigstens niemand sagen, dass er nicht gewarnt wurde! 



Faszination: Totenkontakt

Die Faszination mit den Geistern zu sprechen ist bereits so alt wie die Menschen. In alten Legenden von früheren Völkern hören wir von Menschen, die mit der anderen Welt Kontakt aufnahmen. Die Bibel redete sogar davon, was es als großes Phänomen ihrer Zeit ausweist. Jeder Kulturkreis und jedes Jahrzehnt kennt Möglichkeiten und Methoden um mit der anderen Welt in Kontakt zu treten - um sich von geliebten Menschen zu verabschieden, Ratschläge zu erbitten, die Zukunft vorher zu sagen oder sich Wesenheiten dienstbar zu machen.

Doch woher kommt diese große Faszination gerade mit der Welt der Verstorbenen Kontakt zu bekommen? Wieso zieht es sich derartig durch die Menschheitsgeschichte, dass sogar Leute, die sagen, dass sie nicht an Geister glauben - irgendwann in ihrem Leben mal an einer Sceane teilnehmen oder ein Ouijabrett in der Hand hatten. 

Ich könnte mir dafür zweierlei Gründe vorstellen: Angst vor dem Tod und unverarbeitete Trauer.

Unverarbeitete Trauer:
Vermutlich hat derjenige, der die Geister kontaktiert in diesem Fall einen ganz bestimmten Toten im Blick. Zum Beispiel seine geliebte Großmutter. Vielleicht starb sie unerwartet oder in weiter Entfernung, so dass man sich nicht verabschieden oder noch letzte Worte übermitteln konnte, die einen nun auf der Seele lasten.
Also wird mit einem Mittel der Kommunikation versucht Kontakt herzustellen um die eigene Trauer- und vielleicht auch Schuldgefühle - in den Griff zu bekommen. Gerade hier ist die Chance von Falschantworten enorm, da der Fragesteller eine bestimmte Antwort haben möchte! Er könnte das Brett also unbewusst manipulieren.

Angst vor dem Tod:
(c) Matthew Scott
Eigentlich paradox, dass jemand Angst vor dem Tod hat und dann versucht mit den Toten zu kommunizieren, oder? In diesem Motiv sehe ich aber gelegen, dass derjenige mit einem Geist reden möchte - muss nicht mal ein Bestimmter sein - um seine unbewusste Angst davor zu überwinden, dass man einfach "Tot" ist und dann nichts weiter. 
Der Gedanke tröstet, dass wir noch immer irgendwie da sind, mit alle unseren Emotionen und Erinnerungen und sogar zu den Lebenden Kontakt haben können. Auch wenn der Skeptiker das niemals zugeben wird...denn gerade bei diesem Motiv sind sie am häufigsten anzutreffen.

Und rein theoretisch wäre da ja noch ein dritter Punkt...neben der reinen Partylust...die dafür sorgt, dass jemand Kontakt mit Geistern aufnimmt:

Geisterstalking:
Hiermit meine ich, dass jemand glaubt in seinem Umfeld einen Geist zu haben und explizit versucht Kontakt mit ihm herzustellen. Dieses Motiv trifft meist auf eh schon überzeugte Okkultisten zu und neigt leider dazu auch ungefestigte oder sehr junge Charaktere anzuziehen. Es ist auch das am meisten überschätzte Motiv. 
Oh mein Gott, da ist ein Buch aus dem Regal gefallen, schnell mal zum Hexenbrett gegriffen und geguckt, was er will - ganz ganz doofe Idee! 


Totenkommunikation: Die Möglichkeiten

Ein paar Möglichkeiten habe ich ja schon angeschnitten, wie man mit den Toten Kontakt aufnehmen kann. Und ganz theoretisch sind die Möglichkeiten vermutlich super endlos; zumindest wenn man lange genug sucht. Also seit mir nicht bös, wenn ich mir mal ein wenig beschränke. Soll schließlich ein Artikel und kein Roman werden. 

Das Ouijabrett: 
Auch genannt Hexenbrett oder Witchboard. Es stellt die wohl bekannteste Möglichkeit da mit der anderen Welt in Kontakt zu treten und mittlerweile aus Geisterfilmen nicht mehr wegzudenken. Gerne schreien - gerade christliche Organisationen - wie furchtbar gefährlich es ist dieses Bord zu benutzen und das man damit nur Dämonen erreicht etc.
Blödsinn! 

(c) Wikimedia
Patentiert wurde das Brett übrigens zum ersten Mal 1891 - ist also eine relative neue Erfindung. Aber erst mit seinem zweiten Patent und einigen Überarbeitungen im Jahre 1966 feierte das Hexenbrett seinen übermäßigen Erfolg, so das es heute sogar in schicken plastikrosa für Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren im Spielzeuggeschäft steht. 

Das Brett ist aus Holz, Papier oder Stoff gearbeitet. Es steht das Alphabet, Ja und Nein, die Ziffern 0-9 und die Worte Goodbye und Hello auf den Brettern. Zumindest waren jene, die ich mir angesehen habe, diesbezüglich fast immer auf englisch gehalten.
Wenn du es dir selbst gestaltest - zb. in dem du es in Holz brennst, die Angaben auf Pappe oder auf einen Seidenschal malst, darfst du auch ruhig deutsche Begriffe verwenden oder die deiner jeweiligen Landessprache. Der Geist wird dich schon verstehen. 
(Und ja, ein selbstgemachtes Brett ist genauso gut wie ein Gekauftes. Als Verfechterin des energetischen Aufladens durchs selbst gestalten würde ich selbst gemacht auch vorziehen.)

Das Pendel:
Ja, unser gutes altes Pendel lässt sich auch für die Kommunikation mit Geistern benutzen. Man kann es zb. als Ersatz für den Schieber eines Geisterbrettes benutzen, was vermutlich die einfachste Version ist. 
(c) Pixabay
Es ist aber auch möglich dem Geist zu zeigen, wie er das Pendel bewegen muss um welche Antwort zu geben. Zum Beispiel: rechtsdrehend für ja und linksdrehend für nein. Stillstand für keine Antwort. Dann kann man Fragen stellen, die mit Ja und Nein beantwortbar sind oder auch deutliche Antworten bekommen. 
Zum Beispiel die Frage nach dem Namen so formulieren: "Möchtest du mir deinen Namen mitteilen? Ich sage das Alphabet auf und wenn der Buchstabe passt, drehe das Pendel rechts herum."

Wer also gerne mit seinem Pendel arbeitet und dafür ein Händchen hat, kann auch das zum Kommunikationsmittel seiner Wahl erheben. An das Pendel sind dabei keine größeren Ansprüche zu stellen - auch wenn einige Leute empfehlen, es aus Metall zu halten, weil Geister damit wohl leichter interagieren können. 
Mag sein, kann ich leider nix zu sagen.

Moderne Technik:
Jeder, der schon mal eine dieser schönen Geisterjägershows verfolgt hat, sah sie früher oder später mit Radaren oder Voicerekordern herumlaufen und EVPs (elektronic voice phänomen) aufnehmen. Das soll möglich sein, weil Geister das elektrische Feld um sich herum verändern können und diese Rekorder oft auch Töne aufnehmen können, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Zudem soll es leicht sein für den Geister derartig mit jemandem zu kommunizieren.
(c) Wikimedia
Hierfür nimmt man den Rekorder in die Hand, stellt eine Frage und gibt dem Geist dann ein wenig Zeit zu antworten. Hin und her bis man alle seine Fragen losgeworden ist. Dann kann man sich die Aufnahme anhören und entdeckt vielleicht eine Stimme.

Der Nachteil dieser Version ist, dass man nicht sofort die Antwort hören kann, sondern dann immer wieder zurückspülen müsste. Ich sah vor kurzem eine dieser schönen Serien und eine Frau empfahl ein einfaches Babyphone; es hätte den Vorteil, dass man die Stimmen in Echtzeit wahrnehmen und so besser mit dem Geist interagieren könne. Würde sich mit vielen Berichten decken, wo berichtet wurde, dass aus dem Babyphone seltsame Stimmen zu hören gewesen wäre.
Für die Technikfreaks unter euch wäre es sicher mal einen Versuch wert. Freue mich auf eure Erfahrungsberichte.


Totenkommunikation: Die Gefahren

So, liebe Freundes des Risikos. Wo wären wir denn, wenn eine Unterhaltung mit den Toten nicht auch ein wenig Nervenkitzel mitbringen würde, hm? 
Ok, Spaß beiseite. Natürlich ist eine solche Kommunikation mit Gefahren verbunden; weil man niemals genau weiß wen - oder auch was - man an die Strippe bekommt oder weil die Antworten, die man bekommt vielleicht nicht waren, was man sich vorgestellt hat oder weil man schlichtweg keine Ahnung hat. 

Was sind die Gefahren beim Kontakt mit der anderen Welt?
Naja, wenn ihr versucht mit einem Hexenbrett oder ähnlichen Dingen Kontakt aufzunehmen, dann macht ihr einen Anruf in die Geisterwelt. Es wäre ungefähr so, als würdet ihr eure Wohnungstüre öffnen und lautstark in die Nachbarschaft brüllen, dass ihr gerne Gesellschaft hättet. Ihr könnt nicht kontrollieren, wer zum reden kommt - bis derjenige vor euch steht und mit euch spricht. 


(c) Sharon Sinclaire
Bei einem Hexenbrett ist es genauso. Ihr könnt zwar einen bestimmten Geist bitten mit euch zu reden - aber es kann durchaus sein, dass ein ganz anderer eurem Ruf folge leistet. Weil vielleicht möchte der von euch angesprochene Geist nicht reden oder befindet sich längst nicht mehr in einem Stadium, in dem die Kontaktaufnahme möglich wäre (ist also je nach Glaubenssystem in den "Himmel" eingegangen oder wurde wiedergeboren). Nun ist es wichtig wie bei einem normalen Gespräch höflich zu sein - wenn ihr euch nicht mit dem Geist unterhalten möchtet, dann teilt ihm das mit, verabschiedet euch und "schließt" das Brett. Dies tut man wohl - so habe ich zumindest häufig gelesen - in dem man den Schieber auf die Verabschiedung schiebt und damit praktisch den Hörer auflegt. 

Auf keinen Fall werdet ausfallend oder respektlos. Erstens hat niemand von dieser oder jeder anderen Welt es verdient so behandelt zu werden - auch nicht wenn er anfängt. Und zweitens - so ein Geist kann erstaunliche Kräfte aufbringen, wenn er verärgert wird und ihr möchtet nicht, dass er beschließt euer Zimmer neu zu gestalten. 

Und schon wären wir beim nächsten Punkt: Nämlich der Gefahr durch fehlenden oder mangelnden Schutz
Gerade wenn das "Gläserrücken" als Partygag gestartet wird, denkt keiner der Beteiligten an einen ausreichenden Schutz. Bevor Kontakt mit einem Geist aufgenommen wird ist es wichtig, dass ihr einen Schutzkreis um euch herum zieht - das kann ein materieller Kreis sein, den ihr aus einem Seil legt, auf den Boden zeichnet, mit Kerzen markiert oder oder oder. Ebenso darf es auch ein rein visualisierter Kreis aus zb. blauem Feuer sein. Wichtig ist nur, dass ihr euch einen ruhigen ungestörten und von positiven Gedanken umschlossenen Raum aufbaut.
(c) ElementJax

Und dann wird es kompliziert und die Meinungen gehen auseinander. Der Vollständigkeit halber möchte ich hier beide Meinungen aufführen, die ich dazu zu lesen bekommen habe. Die einen sind der Meinung, dass man nicht in diesem Kreis sein sollte, weil in ihm sich der Geist "erscheinen" wird und durch die positiven Energien um ihn herum daran gehindert wird sich an das Leben des Fragenden zu hängen oder etweiliges Schadwerk zu tun.
Wieder andere sitzen in ihrem Schutzkreis und fühlen sich durch die positiven Energien um sie herum geschützt, sollte auf ihre Anfrage ein "böser" Geister oder sonstiges "böses" Wesen antworten. Sie vertreten die Ansicht, dass durch ihren Schutzkreis ihnen keine Gefahr von diesen Wesen droht und sie diese Wesen - sollten sie entsprechende Erfahrung und Willensstärke haben - praktisch aus ihrem Raum werfen können, wenn es ihnen zu bunt wird.

Ich enthalte mich jeder Meinung dazu, welche Möglichkeit richtig ist. Das musst du ganz alleine für dich entscheiden, womit du dich gut fühlst. Ich persönlich würde für mich aber einen Schutzkreis um mich herum vorziehen.
(c) Pixabay

Gefahr droht auch während des Gesprächs. Eigentlich sollte es überflüssig sein, dass ich diese Dinge hier erwähne, aber da - wie Albert Einstein so schön sagte - die menschliche Dummheit unendlich ist, erwähne ich es trotzdem. Es gibt No - Go - Fragen während dem Gespräch mit einem Geist. 
Niemals - ich betone NIEMALS!!!! - frage nach dem Todesdatum noch lebender Personen. Nicht von dir, von deiner Freundin, deiner totkranken Großmutter oder dem verhassten Mathematiklehrer. Niemals stelle diese Frage - erstens, weil das passieren kann, was man selbsterfüllende Prophezeiung nennt. Die Person ist so gefangen darin, dass sie an Tag X oder mit Y Jahren sterben wird, dass sie zb. unachtsam wird und an diesem Tag von einem Auto überfahren wird, weil ihre Panik vor dieser "Prophezeiung" sie hat unachtsam werden lassen. Oder sie war so groß, dass sich die Person an diesem Tag das Leben nimmt, weil sie diesem Druck nicht mehr stand hielt. 

Desweiteren gilt - wenn der Geist nicht darüber reden möchte, dann möchte er nicht darüber reden. Wenn er dir nicht mitteilen möchte, wie er gestorben ist oder wie sein Aussehen ist oder was er in seinen Lebzeiten gemacht hat - dann lass es bitte dabei bewenden und bohre nicht nach wie ein sechsjähriges Kind!
Vielleicht war sein Tod dramatisch und schmerzvoll; vielleicht weiß er noch gar nicht genau, dass er tot ist. Vielleicht hat sein Tod ihn entsetzlich entstellt oder er war bereits zu Lebzeiten gezeichnet und leidet noch immer darunter. Vielleicht war er ein grausamer Sklavenhändler und bereut nun in seinem momentanen Zustand seine Taten und schämt sich dafür.
(c) jamstudentministries
All dies können Gründe dafür sein, dass ein Geist dir etwas nicht sagen möchte. Also wende dich anderen Themen zu; natürlich kannst du versuchen später im Gespräch - oder in einem anderen Gespräch - genauere Informationen zu bekommen. Vielleicht muss der Geist dir erst genug vertrauen um sich zu öffnen; aber wenn er nicht will, dann will er net!

Außerdem versprecht mir bitte nicht Melinda Gordon spielen zu wollen. Nicht jeder Geist ist interessiert daran "ins Licht" zu gehen oder hat noch Dinge mit irgendwelchen Menschen zu klären. Solange seine Anwesenheit nicht dauerhaft bei euch verbleibt bzw. ihr durch seine Anwesenheit eingeschränkt seit - fragt ihn einfach. 
Wenn er noch etwas los werden möchte, noch jemanden kontaktieren möchte oder einfach nur jemanden braucht, der ihm seine Taten verzeiht und ihr euch sicher seit, dass ihr ihm diesen Wunsch erfüllen möchtet - dann dürft ihr es gerne tun. Aber ihr müsst euch nicht dazu gezwungen sehen, nur weil rein zufällig dieser Geist auf eure "Anfrage" geantwortet hat!

Öfter hört man ja auch schön, dass Geister durch solche Aktionen in das Leben des Betreffenden gerufen wurden und nun ihr Unwesen treiben. Von nächtlichen Erschreckaktionen bis zu körperlichen Angriffen kann und hört man praktisch alles dabei. Dies ist aber meistens dann der Fall, wenn kein Schutz vorhanden und das ganze als Spiel oder nicht mit der nötigen Reife getan wurde. 
In solchen Fällen kann es auch passieren, dass sich bösartige Geister oder "Dämonen" an diese Person hängen. Deswegen ist dies nur etwas für gefestigte Charaktere, die einen Schutzkreis ziehen oder sich anders schützen, höflich und respektvoll sind und das Gespräch auch richtig beenden und das Brett "schließen" wie bereits weiter oben beschrieben!


Totenkommunikation: So geht's!  

Sicher leckt ihr euch jetzt alle schon die Finger danach, wie zum..*räusper*...das Ganze nun funktioniert, oder? 

Beim Pendel habe ich ja schon eine Möglichkeit erwähnt, beim Voicerekorder ebenfalls. Es versteht sich vermutlich von selbst, wie man ein Gespräch mit einem Geist führt, wenn man über Babyphone oder vielleicht sogar über Funkanlagen kommuniziert, oder?
(c) Geisternet

Ein Hexenbrett ist auch kein Hexenwerk - ha ha - in seiner Anwendung. Nachdem du dich auf den Kontakt vorbereitet hast, deinen Schutz gezogen hast und alles bereit hast, legst du deine Hände auf die Planchette (bei mehreren Teilnehmern jeder vielleicht auch nur zwei Finger, wie es platzmäßig halt gerade geht) und eröffnest das Gespräch. Das kann man auf verschiedenen Wegen tun - du kannst die Planchette zb. auf das Wort Hallo ziehen um einen allgemeinen Gruß fallen zu lassen.

Ich persönlich würde vermutlich mit einem einleitendem Satz beginnen. So was wie "Guten Tag, ist jemand hier, der sich mitteilen möchte?" oder "Hallo, ich würde gerne mit XY reden. Bist du anwesend?" 
Ich denke, dass gibt dann einen schöneren Einstieg in das folgende Gespräch. Sollte sich jemand finden, der sich mitteilen möchte - was wirklich dauern kann - dann sollte die Planchette sich regen und euch eine Antwort geben. Also vielleicht wandert sie auf "Hallo" oder auf "Ja". 
(c) Bagogames

Von diesem Moment an könnt ihr dann höflich und vor allen klar verständlich, eure Fragen stellen. Zum Beispiel, wer denn da spricht, woher derjenige kommt, wann er gelebt hat, wie sein Hund hieß oder was auch immer ihr wissen möchtet. Es kann euch natürlich passieren, dass ihr den Geist nicht versteht, weil er eine andere Sprache spricht/nur kryptische unzusammenhängende Buchstaben hergibt/auch Antworten gibt, die offensichtlich nicht ernst gemeint sind.
In einem solchen Fall beendet ihr das Gespräch einfach freundlich, in dem ihr die Planchette auf "Auf Wiedersehen" oder "Goodbye" zieht und euch freundlich verabschiedet. Danach bewegt ihr sie auf ihren Ruheplatz zurück und könnt es von vorne versuchen. 



Bei meiner Sitzung hat sich ein anscheinend bösartiger Geist gemeldet, was tun? 

Erstmal tief Luft holen und jetzt auf keinen Fall vor Schreck den Kreis verletzen und davon stürmen. Damit würdest du nämlich schon zwei Fehler machen: Du zerstörst deinen magischen Schutz und du lässt die Tür auch noch offen stehen!
Das wäre ungefähr so, als würdest du vor einem bewaffneten Gegner in dein Haus flüchten - aber die Haustür auflassen und dich ans Bett fesseln. Also dämlich und gefährlich. 
Gut. Dein Geist übermittelt nun eindeutig bösartige Absichten oder du hast schlichtweg ein schlechtes Gefühl in dem Gespräch mit ihm. Jetzt bleibst du erstmal höflich und vor allen Dingen ruhig. Niemand zwingt dich das Gespräch aufrecht zu erhalten und ganz egal, was er sagt, wenn du die Tür vor seiner Nase zuschlägt, dann kommt er auch nicht rein. Also sagst du ihm klar, aber bestimmend, dass du an diesem Gespräch nicht interessiert bist  - sollte er darauf nicht reagieren, darfst du ihn ruhig mal ein lautes "Raus aus meinem Haus!" an den Kopf werfen. Dann ziehst du den Zeiger/Pendel etc. auf das Schlusswort oder führst die Geste aus, die als Beendigungsgeste angedacht war und schließt das Tor, das du geöffnet hast. 

Nun sollte dein Geist bösartig vor der verschlossenen Tür sitzen und sich in sich hinein ärgern, dir kann er aber nicht gefährlich werden. Klappt aber natürlich alles nur, wenn du die oberste Regel befolgst: Immer schön ruhig bleiben!


So.
Das war es nun auch schon wieder von mir. Hoffe euch hat mein neuer Artikel gefallen und tut mir Leid, dass er so lange dauerte. Psychische Probleme sind nicht lustig - aber wie ihr lest, lass ich mich nicht unterkriegen.

Bis denne,
eure Ardijana

P.S: Erzählt mir doch mal von euren übersinnlichen Erfahrungen mit der "anderen Welt". Schon mal Gläser gerückt? Geister gesehen? Dämonen beschworen? 
Freu mich drauf - wie immer in den Kommentaren.

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