Dienstag, 27. Februar 2018

27.02.2018 (zunehmender Mond): Warum wir Heimat und Kraftplätze brauchen....

(c) R Michelson

Meine lieben Leser,

oh, ich liebe diese Kategorie, sie ist so hilfreich. Momentan läuft mein Leben total aus der Bahn und ich weiß weder ein noch aus. Die Kinder sind Beide krank, der Laptop ist kaputt, das Auto braucht mal wieder teure Reparaturen und die Reserve, teuer angespart, ist praktisch schon komplett verbucht und verbraucht wegen wichtigen teuren Anschaffungen.
Und trotzdem scheint absolut gar nichts zu gelingen....Zeit für eine Rückkehr. 
Wir kennen sie doch alle, oder? Diese Phasen, wo einfach nichts, was wir anpacken gelingen will und uns unsere harte Arbeit und alles, was wir gewertschätzt und geplant haben durch die Finger zu laufen scheint. Einfach so wie Sand - schwups und weg.
Für mich ist gerade so eine Zeit. Beide meine Kinder haben Noro, das Amt will mich völlig grundlos sehen, mein Laptop (meine einzige Ruhezuflucht) ist kaputt, das Auto muss zum zweiten Mal von innerhalb drei Monaten einer teuren Reparatur unterzogen werden, das fahren mit Fahrradanhänger klappt nicht, weswegen ich nicht weiß, wie ich die Große in den Kindergarten bekommen soll, die Katze ist erkrankt und all unser hart angespartes Geld ist praktisch wegen all dieser Ausgaben zum Fenster raus geflossen. Zusätzlich, dass wir die Konten überzogen haben.
Kurzum: Ich will einfach nicht mehr. Ich laufe völlig am Limit von allem, was ich geben kann und finde keinerlei Kraft mehr. Tränen drücken auf meine Augen und ich kann nur noch wütend und ohnmächtig vor mich hinschreien.

Es ist Zeit für eine Heimkehr. Eine Rückkehr. Eine Meditation. Krafttanken.
Mein Leben ist turbulent, und wenn ich es nicht besser wüsste, ich würde auf einen Fluch tippen (weil so was passiert uns immer, wenn es gerade mal gut zu laufen scheint). Aber da ich weiß, dass ich niemanden, der so was tun würde (oder könnte) verärgert habe und ich es auch für zu einfach halte mich auf einem Fluch auszuruhen muss eine andere Lösung her. Ich kann den Kreislauf nicht durchbrechen, es ist wie es ist. Aber ich kann mich wappnen.
Ich kann meditieren (falls ich die Ruhe finde), ich kann an einen Kraftort gehen (falls ich vor die Türe darf) und ich kann versuchen von irgendwoher und irgendwie Kraft zu tanken. Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht wo und ich wünschte mir eine starke außenstehende Schulter zum anlehnen, die mich aufbaut - aber das habe ich nun mal nicht.

Also lese ich.
Ich lese gerade - zum sicher xten Mal - die Wolfsfrau. Es ist ein Buch, das mich extrem im Inneren bewegt und lese gerade (wie passend) über die Rückkehr in die Seelenheimat. Das Krafttanken, wenn wir uns zu lange von unserem Leben haben aufopfern lassen. Das für sich Zeit nehmen und mal wieder die alten Felle anlegen und ohne Druck und Aburteilung unserem inneren Seelenselbst den Lauf lassen. 
Ja...mal wieder nackt über den Blocksberg tanzen! 

Es mag so dumm und selbstverständlich klingen. Ihr argumentiert mit Hobbies und Paarzeit; doch manchmal hungert die Seele nach mehr. Manchmal will sie einfach wieder in ihre eigene Haut schlüpfen, so wie damals als man noch Kind war und sich über nichts weitere Gedanken machte als das, was der morgige Tag vielleicht bringen könnte. 
Grenzenlose schiere Freiheit. 
Sie ist nicht leicht zu bekommen und sie ist sogar teilweise schwer wiederzufinden. Doch wenn wir unsere Felle wegschmeißen und sie nie wieder anziehen; uns Konventionen, schlechten Beziehungen und anderen schädlichen Dingen für ewig aufopfern, dann werden wir kraftlos und zerbrechen schließlich. 

Vielleicht hat nicht jeder von uns die Kraft oder den Mut sein Fell zu suchen und für ein bisschen Zeit die alten Verletzungen zu vergessen. Deswegen nehmt jemanden an der Hand, von dem ihr seht, dass er es braucht und zeigt ihm die Schönheit seines Fells. Haltet die Hand auf und unterstützt - es gibt so viele Leute, die einen Wegweiser brauchen.

Liebste Grüße,
eure Ardijana 



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